Hilfsprojekt:
Sozialisierung von Straßenmüttern

Junge Mädchen, meist 15 - 17 Jahre alt, können wegen wirtschaftlicher oder kultureller Gegebenheiten nicht länger bei ihrer Familie in ländlicher Gegend bleiben. Sie kommen in die Stadt. Einige verdingen sich als Maid für Essen und Unterkunft. Die meisten aber bleiben auf der Straße ohne Dach, ohne Geld. Sie hungern, sie frieren, sie gebären ihre Kinder an der Kirchenmauer.

Diese Straßenmütter benötigen täglich 1 Birr (0,06 Euro), um sich zu ernähren, einen weiteren Birr, um sich ein Dach für die Nacht anzumieten. Das Geld wird meist erbettelt oder durch den Verkauf von Toilettenpapier (blattweise) oder Papiertaschentüchern erzielt. Der angemietete Schlafplatz ist meist menschenunwürdig. So berichten einige der Straßenmütter, dass sie seitlich der Toilette, welche nachts begangen wird, schlafen dürfen. Andere bekommen lediglich ein Dach und sind so dem Risiko von streunenden Hunden und Vergewaltigern ausgesetzt.

Einige konnte Africachild e. V. in den vergangenen Jahren helfen von der Straße wegzukommen. Es sind heute junge Frauen, welche als Näherinnen, Wäscherinnen, Köchinnen, Kinderpflegerinnen, Friseurinnen, Helferinnen im Haushalt usw. fest angestellt sind.

Mit ihrer Arbeit versorgen sie rundum ihre kleine Familie mit Essen, Medikamenten, Kindergarten, Schule usw.

Vor allem haben sie einen festen Wohnort, und ihre Kinder werden in einem gesunden sozialen Umfeld aufwachsen. Hier hat Africachild e. V. mit Ihrer Hilfe in den vergangenen Jahren viel geleistet. Und ganz in dieser Tradition stehen auch die derzeitigen „Straßenmütterprojekte“ in Zusammenarbeit mit Eltern für Afrika e. V. Addis Abeba (Ethiopia) und lokalen Partnern in Addis Abeba.

© Africachild e.V.
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